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Essen nicht gestattet ! ? PDF Drucken E-Mail

Körperwelten - so heißt die Ausstellung plastinierter Leichen in Bremen, und wir sehen das kritisch. Unter Fragen und Antworten auf der Internetseite der Ausstellung wird die Frage gestellt, ob Essen und Trinken in der Ausstellung erlaubt sei. Antwort: "Essen und Trinken ist in den Ausstellungsräumen nicht gestattet, um die Ausstellungsstücke der KÖRPERWELTEN zu schützen." Ein Hinweis auf Pietät und Takt ist nicht vorhanden. Nur wer die "Exponate" nicht mehr als Teile eines Menschen sieht, kann derartige Verhaltensregeln erstellen. 

 

Erklärung der Pastoren der evangelischen Kirchengemeinde Oberneuland ...

Sechs Thesen gegen die „Körperwelten“

  1. Die Menschenwürde endet nicht mit dem Tod. Auch über den Tod hinaus bleibt sie zu schützen und zu bewahren. Das Verfahren der Plastination zu Zwecken der Zurschaustellung verletzt aus Sicht des christlichen Menschenbildes eindeutig die menschliche Würde.

  2. Insbesondere ist die Ausstellung von plastinierten Leichen abzulehnen, bei denen keine zweifelsfreie Willenserklärung des Verstorbenen oder dessen Familien für eine öffentliche Darstellung vorliegt.

  3. Ein Dossier des Instituts für Plastination „Körperspende zur Plastination - Leitfaden für Hinterbliebene“ eröffnet Einblicke, wie zu verfahren sei, wenn der Tod des Körperspenders eingetreten sei. Die kalte Technisierung des Vorgangs tritt deutlich zu Tage.

    Es ist kein Zufall, dass Worte wie Würde, Trauer und Trost in den Publikationen der Ausstellungsmacher nicht vorkommen. Stattdessen triumphiert die Lust am Bruch von Tabuzonen des Menschlichen.

  4. Die Ausstellung „Körperwelten“ reduziert den Menschen auf seine materiellen Bestandteile. Dass der Mensch nicht einfach nur existiert, sondern lebt, fühlt, liebt und empfindet, bleibt vollkommen ausgeblendet. Der Mensch ist mehr als nur Materie. Er ist ein Wesen aus Körper, Seele und Geist.

  5. Aus christlicher Sicht leitet sich die Würde des Menschen aus der Gottesebenbildlichkeit ab. Dem widerspricht das Verfahren der Morphologie der Ausstellungsmacher, bei dem der Mensch auf seine reine Körperlichkeit reduziert wird.

  6. Der Apostel Paulus schreibt: „Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf.“ (1. Korinther 10,23)Pastoren MichaelKlingler und Frank Mühring

Pastoren Michael Klingler und Frank Mühring

 

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